Der Butterberg in Ochsenwerder

Im Südosten von Hamburg liegt der kleine Stadtteil Ochsenwerder. Dieser liegt im Bezirk Bergedorf. Ochsenwerder hat knapp 3.000 Einwohner ebenso wie andere kleine Quartiere. Dafür wohnen viele junge Familien rund um den Butterberg. Sie haben bereits mit dem richtigen Vorgehen ein Grundstück oder eine Immobilie gefunden. Im Gegensatz zu Eimsbüttel oder Alsterdorf ist Ochsenwerder ländlich geprägt. Mit anderen Worten: Es finden sich dort nur wenige Häuser, Wohnungen und Läden.

Die ersten Bewohner besiedelten Ochsenwerder im zwölften Jahrhundert. Dementsprechend blickt das Quartier auf eine lange Geschichte zurück. Der Butterberg Ochsenwerder ist noch ein recht neues Gebiet, das bisher noch nicht erschlossen wurde.

Ochsenwerder Butterberg
Der Butterberg in Ochsenwerder. Quelle siehe Liste.

So kommen Sie nach Ochsenwerder zum Butterberg

Obgleich Ochsenwerder nicht unbedingt zentral liegt, ist Ochsenwerder gut mit Bussen und Bahnen zu erreichen. Eine S-Bahn oder U-Bahn hält jedoch nicht direkt. Vielmehr fahren die Busse 120, 122, 124 und andere Linien zum Butterberg nach Ochsenwerder. Es gibt kurzum keine direkte Anbindung mit der Bahn, gleichwohl ist der Stadtteil von der City in Hamburg in ca. 40 Minuten mit Öffis gut erreichbar.

Neue Wohnungen und Häuser am Butterberg Ochsenwerder

Aufgrund der verbreiteten Felder war der Butterberg bislang nicht bebaut. Das Bild prägten wunderschöne Wiesen, Felder und Landschaften. Das ändert sich jetzt. In den letzten Jahren gab es zahlreiche Diskussionen zu Neubauten dort. Je nachdem welche Position man vertritt. Einerseits stimmen Menschen für den Schutz der Natur. Die Natur soll folglich mit vielen Pflanzen und Tieren erhalten bleiben. Andererseits benötigen viele Einwohner Hamburgs dringend bezahlbare Wohnungen und Häuser. Das funktioniert schließlich nur, wenn mehr Wohnraum entsteht. Zum Beispiel Reihenhäuser, Doppelhäuser, Eigentumswohnungen etc. Während direkt in der Stadt Hamburg kaum noch Flächen für neue Häuser und Wohnungen vorhanden sind, gibt es in Ochsenwerder noch ausreichend Platz.

Der Butterberg Ochsenwerder von oben
Butterberg Ochsenwerder von oben, Quelle siehe hier

Das spricht für Neubaugebiete

Für Neubaugebiete wie Butterberg sprechen erstens neue moderne Wohnungen und Häuser. Die Dämmung entspricht den aktuellen Standards. Hierzu zählen beispielsweise die Energieverordnung. Somit benötigt man viel weniger Energie für angenehm warme Räume, egal ob Gas, Holz oder Strom. Das ist gut für die Umwelt. In Ochsenwerder am Butterberg gelten genauso wie in anderen Neubaugebieten die gleichen Vorgaben. Zweitens sprechen für neue Wohnungen oder Häuser geeignete Grundrisse der Räume. Während Familien am Butterberg viel Platz und Spielplätze benötigen, wünschen sich Senioren gut zugängliche Bäder und andere Vorteile. Kurzum erfüllen neue Reihenhäuser oder Wohnungen die Wünsche ihrer Bewohner sehr gut.

Überdies bieten neue Eigentumswohnungen oder Reihenhäuser in Ochsenwerder ein gutes Preis- Leistungsverhältnis. Anders als direkt an der Alster sind die Immobilien bezahlbar. Der Preis für Grundstücke am Butterberg ist viel günstiger als in anderen Hamburger Gebieten.

Schließlich ziehen viele junge Familien in Neubaugebiete. So finden Jung und Alt schnell neue Freunde. Ein gutes Miteinander ist dementsprechend gut für die Gesundheit. Somit spricht drittens das soziale Umfeld für den Butterberg in Ochsenwerder.

Das spricht gegen Neubaugebiete

Oft sind Neubaugebiete wie der Butterberg nicht besonders gut an die Öffis angebunden. Daher benötigt man ein Auto. Oder vielmehr zwei Autos bei Paaren oder Familien. Autos sind jedoch nicht gut für die Umwelt und sie sind teuer. Zum Beispiel sind Benzin, Reparaturen, Versicherungen usw. zu bezahlen.

Mit anderen Worten: Obgleich ein Reihenhaus oder eine Wohnung am Butterberg in Ochsenwerder günstiger ist als eine Immobilie in der City, fallen in anderen Bereichen zusätzliche Kosten an.

Das spricht außerdem dagegen

Obendrein leidet die Natur unter Neubaugebieten. Feldhamster, Mäuse und Vögel fanden bislang ihr Zuhause in Ochsenwerder. Das ist nachdem immer mehr Flächen bebaut sind, nicht mehr der Fall. Besser wäre es unter dem Strich mehr Wohnungen und Häuser in Gebiete zu bauen, die bereits bebaut sind. Dies findet teilweise in Hamburg auch statt. Aber noch nicht ausreichend. SPD und Grüne möchten in Hamburg möglichst viel Grün erhalten, wenn neue Wohnungen oder Häuser gebaut werden.

Wohnen im Neubaugebiet am Butterberg erfordert schließlich mehr Zeit für Wege zur Arbeit. Es dauert mindestens dreißig bis vierzig Minuten, bis man die City in Hamburg erreicht hat. Manchmal auch länger, sofern Stau ist oder die Bahn ausfällt. Rechnet man den täglichen Weg zur Arbeit hoch, ergeben sie hierdurch schnell Jahre an Lebenszeit, die man für den Weg zur Arbeit von Ochsenwerder aufwendet.

Bürger kämpfen für die Natur am Butterberg Ochsenwerder

Viele Bürger im Umkreis von Ochsenwerder wünschen sich, die Natur in ihrem Wohngebiet zu erhalten. Schon an anderen Stellen hat Hamburg in den letzten Jahren sehr viele Flächen bebaut oder verdichtet. Der Wunsch nach Natur zeigt sich auch den immer besseren Ergebnissen der Partei der Grünen bei Wahlen.

Zwar gab es in Ochsenwerder Gespräche mit den Behörden zu neuen Flächen für Wohnungen oder Häusern. Doch den beteiligten Bürgern war nicht klar, dass die Diskussion verbindliche Planungen zur Folge haben. Ihnen erschienen die Gespräche so, dass unverbindlich über mögliche Gebiete, die zu bebauen sind, gesprochen wird. Vielen Bürgerinnen und Bürgern war nicht klar, dass die Politik jetzt schon die Bebauung konkret plant.

Wie gehen Politikerinnen und Politiker mit dieser Situation um? Aufgrund der bevorstehenden Wahlen im Herbst 2021 wägen Parteien Entscheidungen für die Bebauung des Butterbergs in Ochsenwerder genau ab. Sie prüfen intensiv, ob die Vorgaben der Umweltbehörde eingehalten werden. Ebenso prüfen sie die Bonität und Zuverlässigkeit der Firmen, die den Butterberg bebauen möchten. Angesichts der Corona-Krise ist es enorm wichtig, in den Verträgen klare Regelungen für Verbraucher, Natur und Wirtschaft zu treffen.

So geht es weiter am Butterberg

Nach langen Diskussionen hat die Stadt Hamburg im März 2020 angekündigt, einen Plan für neue Wohnungen, Häuser und Geschäfte am Butterberg zu verabschieden. Schließlich darf nur gebaut werden, wenn eine Genehmigung vorliegt. Die Geschäfte, Häuser und Wohnungen genehmigt die Behörde jedoch nur, wenn bestimmte Auflagen zur Erhaltung der Umwelt erfüllt sind.

Hierzu gehören beispielsweise: Wo werden Ausgleichsflächen für die bebaute Fläche platziert? Wird ein Baum für das neue Wohngebiet gefällt, ist aufgrund der Vorschriften ein Ersatzbaum zu pflanzen. Offen ist übrigens, wo genau neue Pflanzen und Bäume gepflanzt werden sollen. Sofern im nächsten Schritt diese Fragen zur Umwelt geklärt sind, darf eventuell die Butterberg GmbH & Co KG oder eine andere Firma evtl. am Butterberg bauen. Sofern ein gültiger Bebauungsplan erschlossen wurde.

Butterberg Ochsenwerder
Scheitert das Projekt Butterberg? Quelle: Bergedorfer Zeitung

Der Butterberg entwickelt sich

Obgleich das Verfahren und die Diskussionen schon sehr lange dauern, ist völlig offen, ob sich die weiteren Planungen durch Corona verzögern. Schließlich können Behörden und andere zuständige Stellen während der Pandemie nicht so schnell arbeiten, wie in normalen Zeiten.

Offen ist bislang, ob die Eigentümerinnen und Eigentümer möglicher Ausgleichsflächen für den Naturschutz ihre Grundstücke tatsächlich verkaufen. Weiterhin offen ist, wie ergänzende sehr sinnvolle Vorschläge der Umweltbehörde umgesetzt werden. Für die Erhaltung der schönen Landschaft sollen in Ochsenwerder neue öffentliche Wege gebaut werden. Beispielsweise zwischen Marschbahndamm und Alter Kirchdeich oder alternativ zwischen Brennerhof und Moorfleeter Kirchenweg. Bislang gibt es hierfür keine Lösung, da betroffene Eigentümerinnen und Eigentümer ihre Grundstücke nicht zur Verfügung stellen möchten. Gleichwohl haben Politikerinnen und Politiker im Januar 2021 den Bezirksamtsleiter gebeten, das Verfahren für den Bebauungsplan am Butterberg zu starten. Obgleich es derzeit noch viele Diskussionen gibt.

Damit werden im nächsten Schritt Behörden gefragt, welche Forderungen sie an das Baugebiet haben. Anschließend können sich Bürgerinnen und Bürger an den Planungen beteiligen.

Entscheidend ist dabei auch die Rolle der Banken. Einerseits ist vorstellbar, dass die Banken aufgrund von Corona zusätzliche Sicherheiten für Kredite fordern. Andererseits könnten Partner für das Projekt abspringen. Zum Beispiel wenn anders als geplant kein Supermarkt, keine Bank-Filiale oder kein Bäcker an den Butterberg zieht. Wer unterschreibt schon einen Mietvertrag über mehrere Jahre, wenn Umsätze und Gewinne aufgrund von Corona in den Sternen stehen? Das gilt genauso für Pflegedienste oder Apotheken. Sie könnten ihre Angebote am Butterberg älteren Menschen anbieten.

Der Internationale Währungsfonds warnt aktuell vor Pleiten. Gerade auch bei Banken.

Die nächsten Monate sind entscheidend für den Butterberg

Mit anderen Worten: Kann die Politik das Projekt am Butterberg in Ochsenwerder zum Abschluss bringen? Banken prüfen wegen Corona alle neuen Verträge besonders genau. Auch in anderen Gebieten in der Nähe gab es Probleme für Bauherren.

Politikerinnen und Politiker sollten genau prüfen, ob und welche Genehmigungen sie für den Butterberg erteilen. Eine wirklich sinnvolle Alternative ist die Genehmigung einer umweltfreundlichen Öko-Siedlung. Oder Wohnungsbau mit einem Siegel für Nachhaltigkeit. Mit Eigentümerinnen und Eigentümern als Genossen.

Demnächst können Sie sich an der Diskussion zum Butterberg beteiligen. Die Stadt Hamburg stellt hierfür Informationen im Portal „Bauleitplanung Online“ bereit. Der Name dieses Portals erklärt sich nicht von selbst. Auch die Ladezeiten könnten schneller sein.

Sie können im Portal Bauleitplanung offen Ihre Meinung äußern, sowohl öffentlich als auch anonym. Sehen sich sich hier Kommentare zu anderen Bauprojekten am Beispiel Oberbillwerder an. Registrieren Sie sich schon heute im Portal Bauleitplanung Online. Das Zeitfenster für Kommentare ist meist recht kurz. Ihre Kommentare können Sie sich somit jetzt schon entwerfen und dann eintragen. Wir informieren Sie hier wenn es soweit ist.

Erfahren Sie hier mehr über den Bau von Wohnungen und Häusern am Butterberg in Ochsenwerder. Außerdem lesen Sie hier, wieviel Grundstücke am Butterberg wert sind mit konkreten Rechenbeispielen.