Beschluss zur Natur am Butterberg

Am 13. Januar 2021 haben Politikerinnen und Politiker die Zerstörung der Natur am Butterberg beschlossen. Das geht aus dem Beschluss des Stadtentwicklungsausschuss hervor. Im Beschluss geht es um die Ausgleiche für Eingriffe in Natur und Landschaft am Butterberg. Der Ausgleich soll erfolgen, indem an anderer Stelle natürliche Flächen und Landschaften geschaffen werden.

Doch diese Ausgleiche sind völlig unsicher. So heißt es im Beschluss:

„Wesentlich für die Umsetzung ist die Mitwirkungsbereitschaft der privaten Eigentümer für die notwendigen Maßnahmen bzw. die Entwicklung eines Weges.“

Beschlussvorlage Stadtentwicklungsausschuss

Heißt im Klartext: Nur wenn die Eigentümerinnen und Eigentümer potenzieller Ausgleichsflächen ihre Grundstücke verkaufen, ist der Ausgleich möglich. Doch ob Eigentümerinnen und Eigentümer wirklich verkaufen, steht völlig in den Sternen. Ebenso enthält der Beschluss keine Aussage darüber, ob ein Kaufpreis geeinigt wurde.

Die Prüfungen des Bezirksamts haben außerdem ergeben, dass neue Fußwege zur Erhaltung der Natur sehr wahrscheinlich nicht umsetzbar sind:

„Innerhalb der Brackkette sind intensive Prüfungen zur Aufwertung für Erholung und Freizeit durchgeführt worden mit dem Ergebnis, dass eine solche Aufwertung nicht realisierbar erscheint.“

Beschlussvorlage Stadtentwicklungsausschuss

Die sehr wichtigen Forderungen der Umweltbehörde sollen nicht umgesetzt werden, bevor der Bebauungsplan vorbereitet wird. Das Bezirksamt soll lediglich weiter mit der Behörde sprechen:

„Folglich wird das Bezirksamt voraussichtlich im 1. Quartal 2021 die frühzeitige Beteiligung der Hamburgischen Träger öffentlicher Belange durchführen, mit der Umweltbehörde jedoch auch weiterhin das Gespräch suchen.“

Beschlussvorlage Stadtentwicklungsausschuss

Wir meinen: So nicht. Die Umwelt geht vor. Erst wenn Grundstücke zum Ausgleich tatsächlich gekauft sind und wenn zweitens die Forderungen der Umweltbehörde umgesetzt sind, darf ein Verfahren für den Bebauungsplan eingeleitet werden. Nun liegen weitere Entscheidungen bei den Politikerinnen und Politikern.